Karpaltunnelsyndrom Symptome

Gefühlsstörungen der Hand, die länger als eine Minute andauern und die häufig in der Nacht auftreten, deuten auf ein Karpaltunnelsyndrom hin.

Anfängliche Symptome des Karpaltunnelsyndroms

Karpaltunnelsyndrom Symptome sind relativ einfach zu erkennen. Sie machen sich durch Kribbeln in Fingern, später vor allem durch nächtlich auftretende Schmerzen in Ruhestellung bemerkbar. Häufig strahlen diese Schmerzen auch in den Arm aus, der Erkrankte hat das Gefühl, Daumen und Mittelfinger seien taub. Die Finger wirken wie „eingeschlafen“. Hat man die Hand gebeugt oder abgeknickt, zum Beispiel beim Telefonieren, Autofahren oder im Schlaf, nehmen die Schmerzen zu. Oft sind sie so stark, dass man davon aufwacht. Beim Schütteln oder Reiben der Hände lassen die Beschwerden zunächst wieder nach. (mehr Infos zu den Symptomen auf http://www.onmeda.de/krankheiten/karpaltunnelsyndrom-symptome-1504-4.html)
Kribbeln deutet immer auf schlechte Durchblutung oder Nervenstörungen hin, kann aber auch die Ursache für andere Erkrankungen sein. Zur genauen Klärung sollte man eine Nervenmessung beim Neurologen durchführen lassen; auch eine Röntgenaufnahme gibt Aufschluss.

Wie kommt es zu den Karpaltunnelsyndrom Symptomen?

Der Karpaltunnel befindet sich zwischen dem Handwurzelknochen und dem Karpalband darüber. In diesem Kanal liegen unterschiedliche Sehnen und Nerven, die die Funktionsfähigkeit der Hand und Finger gewährleisten. Unter anderem verläuft auch der Nervus Medianus, der für die Empfindungsfähigkeit in Daumen, Zeige- und Mittelfinger verantwortlich ist. Außerdem steuert er einige Finger- und Handmuskeln. Eine falsche Handhaltung oder Fehlbelastung führt zu einer Verengung, die wiederum den Mittelhandnerv abdrückt. Dadurch wird der Reizleitung unterbrochen und es kommt zum oben geschilderten Kribbeln, das bis zum Unterarm oder zur Schulter ausstrahlen kann.

Chronische Schmerzen bei dauernder Fehlbelastung

Bei einem länger anhaltenden Karpaltunnelsyndrom sind Symptome wie Schmerzempfinden und Taubheitsgefühl wesentlich stärker ausgeprägt. Dann hat der Betroffene sogar das Gefühl, beim Greifen etwas Ähnmliches wie einen elektrischen Schlag zu bekommen. Der Schmerz tritt auch tagsüber längere Zeit auf und stört die Nachtruhe empfindlich. Durch das Karpaltunnelsyndrom werden die Nervenstränge in der Hand erheblich angegriffen. Betroffen ist überwiegend der Nervus Medianus, der seine Funktion kaum noch wahrnehmen kann. Dann sind Daumen und Mittelfinger zum Teil ganz ohne Gefühl. Weil die Kraft der Fingermuskeln abnimmt, werden feinmotorische Arbeiten immer schwerer.

Im fortgeschrittenen Stadium sind die Karpaltunnelsyndrom Symptome permanent spürbar und der seitliche Daumenballen der befallenen Hand bildet sich sogar zurück. Man spricht dann von einer Daumenballen-Atrophie. Der Daumen wird nun sehr unbeweglich und man hat beim Greifen kaum Kraft. Während in frühen Stadium oft schon die Ruhigstellung der Hand für Besserung sorgt, ist im Spätstadium eine Operation kaum zu umgehen.

Weiterführende Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Karpaltunnelsyndrom#Symptome