Karpaltunnelsyndrom Therapie – Welche ist die Richtige?

Von einem Karpaltunnelsyndrom ist in der Medizin die Rede, wenn der sogenannte Nervus medianus auf Höhe der Handwurzel durch mechanischen Druck beeinträchtigt ist. Zu den charakteristischen Erstsymptomen des Karpaltunnelsyndroms zählen beispielsweise Schmerzen, die von der Hand ausgehend in den betroffenen Arm ausstrahlen.

Therapieformen bei Karpaltunnelsyndrom:
Welche Therapie im Einzelfall geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zu diesen Faktoren zählen etwa die individuelle Ausprägung des Syndroms sowie die Art einhergehender Beschwerden. Grundsätzlich kann bei der Karpaltunnelsyndrom Therapie zwischen konservativen und operativen Behandlungsmethoden unterschieden werden. Während bei lediglich leicht ausgeprägtem Karpaltunnelsyndrom konservative Therapiemethoden bereits einen erwünschten Behandlungserfolg erzielen können, erfordert ein stark ausgeprägtes Syndrom häufig das Ergreifen operativer Maßnahmen.

Konservative Therapiemethoden:
Erachtet Ihr behandelnder Arzt aufgrund der individuellen Symptomatik das Ergreifen konservativer Behandlungsschritte zur Bekämpfung eines Karpaltunnelsyndroms für sinnvoll, stehen hierzu verschiedene Maßnahmen zur Verfügung. So dient der konservativen Karpaltunnelsyndrom Therapie beispielsweise das Anwenden verschiedener Schienen. So können etwa Nachtschienen dazu beitragen, Beschwerden im Zusammenhang mit einem Karpaltunnelsyndrom längerfristig zu besiegen oder zu lindern. Spezielle Formen der Nachtschiene zum Zweck der konservativen Therapie fördern durch Dehnung ein Öffnen des Karpaltunnels. Hierdurch erfolgt eine Druckentlastung am Nervus medianus, die sich häufig positiv auf den Heilungsprozess auswirkt. Je nach Schwere Ihrer Symptome bei vorliegendem Karpaltunnelsyndrom kann die konservative Karpaltunnelsyndrom Therapie etwa durch die Gabe von schmerzlindernden und/oder entzündungshemmenden Arzneimitteln ergänzt werden. Während entzündungshemmende Wirkung auch von Verfahren der Kältetherapie ausgehen kann, dient die Wärmetherapie vor allem der Durchblutungsförderung.

Operative Therapiemethoden:

Operative Methoden der Karpaltunnelsyndrom Therapie finden unter anderem dann Anwendung, wenn konservative Behandlungsansätze erfolglos blieben oder das Syndrom eine starke Ausprägung zeigt. Die chirurgische Behandlung eines Karpaltunnelsyndroms ist in der Regel ambulant und unter örtlicher Narkose möglich. Ein erfolgreicher Eingriff erfordert dabei meist eine Blutleere im betroffenen Arm. Diese wird beispielsweise durch straffe Binden und sogenannte Blutsperrmanschetten herbeigeführt. Die entsprechende Karpaltunnelsyndrom Therapie kann schließlich entweder mithilfe offener oder endoskopischer Operationstechniken erfolgen. Im Rahmen offener Operationstechniken wird das Operationsfeld zunächst mithilfe eines Hautschnitts freigelegt. Welche Form von Schnitt sich im individuellen Fall eignet, unterliegt vor allem der fachlichen Einschätzung des behandelnden Chirurgen. Ziel des Eingriffes ist die Durchtrennung eines Bandes, das am Knochen der Handwurzel verläuft und den Karpaltunnel in Richtung Handinnenfläche eingrenzt. Die operative Banddurchtrennung bewirkt nun eine Erweiterung des Karpaltunnels und ermöglicht so die Regeneration des beeinträchtigten Nervs.
Anders als die offene Operationstechnik ist ein endoskopischer Eingriff zur Behandlung eines Karpaltunnelsyndroms unter anderem dadurch charakterisiert, dass kein offener Schnitt erfolgt und die Sicht des Chirurgen auf das Operationsfeld lediglich über endoskopische Instrumente möglich ist. Bzgl. eines individuell geeigneten Operationsverfahren können Sie im Bedarfsfall fachärztlichen Rat einholen.