Karpaltunnelsyndrom Operation

Meist stellen sich zuerst die Fragen, wie ein Karpaltunnelsyndrom entsteht und wie es sich äußert.
Der Karpaltunnel verläuft im beugeseitigen Bereich der Handwurzel ungefähr in der Mitte des Handgelenks. Durch ihn verlaufen verschiedene Sehnen und Nerven, die unentbehrlich für die Handfunktionen sind. Besteht eine Enge im Karpaltunnel, werden die durchlaufenden Nerven durch den Druck beschädigt. Häufig äußert sich das Syndrom als Sehnenscheidenentzündung und durch das Anschwellen der Beugesehnenscheiden kommt es zum weiteren Druckanstieg im Karpaltunnel.

Dieses Syndrom führt zu einem vorübergehenden und im späteren Stadium zu einem andauernden Missempfinden an Daumen, Zeige- und Mittelfinger.
Das erste, kleine Anzeichen für einen im Handgelenk eingeengten Nerv ist oft eine nächtlich eingeschlafene Hand. Die späteren Schmerzen in der Nacht mit einer Ausstrahlung bis in den Oberarm sind sehr unangenehm.
Mit der Zeit bildet sich die Daumenmuskulatur zurück. Dadurch nimmt die Kraft des Daumens und der betroffenen Hand ab. Die Feinmotorik der betroffenen Finger wird immer schlechter.

Vielen Betroffenen stellt sich die Frage der Therapiemöglichkeiten.
Die konservativen Behandlungsmöglichkeiten des Karpaltunnelsyndroms sind vergleichsweise begrenzt. Manchen Erkrankten hilft es, in der Nacht eine Handgelenkschiene zu tragen. Manchmal hilft die Einnahme hoch konzentrierter Vitaminpräparate (B6 und E). Am effektivsten ist eine Kortisonspritze in den Nervenkanal. Die schmerzlindernde Wirkung lässt leider in den meisten Fällen mit der Zeit nach, häufig muss dann zu einem späteren Zeitpunkt operiert werden.

Was passiert bei der Karpaltunnelsyndrom Operation?

Bei der Karpaltunnelsyndrom Operation wird ein Band durchtrennt. In manchen Fällen wird eine Sehnenscheidenentzündung mitbehandelt.
Der Eingriff erfolgt meist ambulant. Die OP kann endoskopisch oder über einen Längsschnitt in das Gewebe vorgenommen werden. Querschnitte, lange Handflächen- oder Unterarmschnitte werden nicht mehr oft vorgenommen.
Alle Methoden führen zur Druckentlastung im Karpaltunnel. Die Karpaltunnelsyndrom Operation dauert ungefähr 30 Minuten.

Die operierte Hand wird für ungefähr 5 Tage mit einer Handgelenkschiene ruhiggestellt. Dabei muss man darauf achten, dass die Finger frei bewegt werden können und frei bewegt werden sollten. Zwei Wochen nach der Karpaltunnelsyndrom Operation können dann die Hautfäden entfernt werden.

Nach der Karpaltunnelsyndrom Operation sollte weiterhin unbedingt beachtet werden, dass sie betroffene Hand nicht belastet wird. Nur so lässt sich eine überschießende Narbenbildung vermeiden. Als Folge einer Karpaltunnelsyndrom Operation ist eine Krankengymnastik in aller Regel nicht erforderlich.
Nach einer Karpaltunnelsyndrom Operation sind die Patienten im Durchschnitt 2 bis 4 Wochen nicht arbeitsfähig.